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Schilder an Wanderpark- und Rastplätzen im Kreis Borken weisen auf richtiges Verhalten hin

Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Westmünsterland hätte fatale wirtschaftliche Folgen für die heimischen schweinehaltenden Betriebe. Die für Menschen ungefährliche ASP ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die bei Haus- und Wildschweinen auftritt und oft tödlich verläuft. Die Landwirtschaft und der Kreis Borken setzen daher verstärkt auf Vorsorgemaßnahmen, zum einen um die Biosicherheit in den Ställen zu erhöhen und zum anderen um Infektion der hiesigen Wildschweinpopulation zu verhindern. „Um gerade Einschleppungsgefahren zu minimieren, sind jetzt der Landwirtschaftliche Kreisverband Borken, die Landwirtschaftskammer, die Kreisjägerschaft und der Kreis Borken gemeinsam in besonderer Weise aktiv geworden“, erklärt Anja Miebach, Leiterin des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung. In Absprache mit den Ortsverwaltungen von Gronau, Raesfeld, Reken, Rhede und Vreden wurden an Wanderpark- und Rastplätzen mehrsprachige Informationsschilder mit Piktogrammen aufgestellt, um einen breiten Personenkreis auf mögliche Infektionsquellen durch unachtsam weggeworfene Speisereste aufmerksam zu machen. „Denn schon kleine Mengen wie ein mit Salami aus Süd- und Osteuropa belegtes Brot können für eine Infektion von Wildschweinen ausreichen“, erläutert die Kreisveterinärin.

Die Schilder wurden gezielt in Gronau, Raesfeld, Reken, Rhede und Vreden aufgestellt, da dort Wildschweinpopulationen bekannt sind. Auch an den Rastplätzen entlang der Autobahn A 31 im Kreisgebiet befinden sich solche Hinweisschilder.

„Alle im Kreis Borken erlegten und auch alle tot aufgefundenen Wildschweine werden in Kooperation mit der Jägerschaft mittels Monitoringuntersuchungen (Blutproben) auf das Vorliegen einer ASP-Infektion untersucht, um möglichst frühzeitig einen Infektionseintrag zu erkennen“, macht Anja Miebach auch das weitere Vorgehen deutlich.

Zum Thema Afrikanische Schweinepest:
Der Ausbruch der Afrikanischen oder auch der Klassischen Schweinepest in einer viehdichten Region wie das Westmünsterland bringt die schweinehaltenden, aber auch andere landwirtschaftliche Betriebe in existenzielle wirtschaftliche Schwierigkeiten. Bei festgestellten Ausbrüchen müssen die Veterinärbehörden zur Seuchenbekämpfung großflächige Restriktionszonen einrichten. Darin kommt es damit zu massiven Handelsverboten für die dort befindlichen Schweinehalter, aber auch für die landwirtschaftliche Flächennutzung. Zusätzlich wird die touristische Nutzung der Gebiete eingeschränkt, so dass weite Teile der Bevölkerung von den Maßnahmen betroffen sind.

Die Afrikanischen Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die bei Haus- und Wildschweinen auftritt und oft tödlich verläuft. Für Menschen ist die Infektion ungefährlich. Sie kommt seit 2020 in Deutschland vor. Zunächst waren Landkreise entlang der polnischen Grenze betroffen. Seit Mitte 2024 ist ein dynamisches Infektionsgeschehen bei Wildschweinen in Hessen und Rheinland-Pfalz zu beobachten und seit Juni dieses Jahres gab es die ersten Ausbrüche bei Wildschweinen in NRW. Betroffen sind die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein.

Bei dem dort festgestellten Virustyp handelt es sich um einen in Italien vorkommenden Serotyp, der sich deutlich von dem in den übrigen Regionen Deutschlands nachgewiesenen Serotyp unterscheidet. Damit ist ein Eintrag der Infektion über infiziertes Material wie Speiseabfälle, die nicht ordnungsgemäß entsorgt wurden („Wurstbrottheorie“), sehr wahrscheinlich.

„Unser oberstes Ziel ist es deshalb, durch gemeinsame Anstrengungen der Schweinehalter, der Jägerschaft sowie der Veterinärverwaltung einen Eintrag der Infektion in die hiesige Wildschweinpopulation sowie in die Hausschweinebestände zu verhindern“, unterstreicht Anja Miebach.

Quelle: Pressemeldung Kreis Borken

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